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Carina Bargmann
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Carina Bargmann

Carina Bargmann, Jahrgang 1991, hat schon als Zehnjährige mit dem Schreiben angefangen. Mit fünfzehn Jahren hatte sie bereits zwei große Fantasyromane verfasst und wurde wenig später von einer der renommiertesten deutschen Literaturagenturen als Nachwuchstalent entdeckt. Neben dem Schreiben hat sie noch zahlreiche andere Hobbies, unter anderem ist sie fasziniert von der asiatischen Kultur und lernte Japanisch. Carina Bargmann lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in Braunschweig.

"Ohne das Schreiben kann ich gar nicht mehr leben"

Carina, Du hast im Alter von 17 Jahren einen Roman geschrieben, der nun veröffentlicht wurde. Wie fühlst Du Dich?

Ich freue mich sehr darüber und bin zugleich gespannt, wie mein Buch ankommen wird. Mir hat das Schreiben sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, den Lesern gefällt meine Geschichte.

Worum geht es in Deinem Buch "Sayuri"?

Es geht um zwei Mädchen namens Sayuri und Marje, die in einer großen Stadt inmitten einer Wüste leben. Der Fluss Shanu versorgt die Stadt mit Wasser. Doch als eines Tages der Wasserspiegel sinkt, bricht Panik in der Stadt aus. Laut einer alten Prophezeiung sind alle Sechzehnjährigen in der Stadt für das Unglück verantwortlich, deshalb sollen sie getötet werden. Doch Sayuri und Marje können aus der Stadt in die Wüste fliehen. Als sie dort Kiyoshi, dem Neffen des verhassten Herrschers begegnen, nimmt ihr Leben eine unvorhergesehene Wendung. Denn Kiyoshi ist auf der Suche nach der Auserwählten, von deren magischer Gabe das ganze Schicksal der Kaiserstadt abhängt.

Dein Buch ist ja ein Fantasy-Roman. Was reizt Dich so besonders an diesem Genre?

Das Schöne an Fantasy ist ja, dass ich dabei die Möglichkeit habe, eine ganze Welt zu erfinden. Ich kann meiner Fantasie freien Lauf lassen, alle Regeln bestimmen, ganz neue Wesen und Figuren erfinden.

Welche Szenen fielen Dir beim Schreiben eher leicht, was war schwieriger für Dich?

Schwierig sind Szenen, in denen sich Charaktere anders zeigen als sie sollten. und man merkt, so wie es geplant war, funktioniert das nicht, man muss das anders schreiben. Viel Spaß dagegen machen mir Dialoge, weil die Geschichte dadurch lebendiger wird.

Wie und wo schreibst Du?

Ich schreibe eigentlich immer, in jeder freien Minute: in den Schulpausen, zu Hause, unterwegs. Wann immer mir etwas einfällt, muss ich es aufschreiben. Manchmal kann ich aber auch stundenlang vor einem Blatt sitzen, ohne dass ich etwas zu Papier bringe. Das kenne ich auch.

Du gehst noch zur Schule und schreibst nebenher ganze Bücher. Bleibt da noch Zeit für Freunde?

Ja sicher, ich unternehme gern und viel mit meinen Freunden. Mit manchen rede ich auch gern über die Geschichten, die mir durch den Kopf gehen. Oft gebe ich ihnen auch meine Texte zu lesen, und wir sprechen dann darüber. Das hilft mir sehr, wenn wir diskutieren. Aus der Kritik kann ich neue Ideen und Anregungen schöpfen und meine Geschichten verbessern.

Welche Bücher liest Du selbst gern? Hast Du Lieblingsautoren?

Ja, Markus Heitz zum Beispiel oder Cassandra Clare mit ihren „Chroniken der Unterwelt“, die ich sehr spannend finde. Ulrike Schweikert, Bernhard Hennen, Christoph Marzi oder auch Rainer M. Schröder. Ich lese neben Fantasy auch gerne historische Romane oder Krimis.

Was hältst Du davon, dass es Dein Buch in Zukunft auch als E-Book geben wird?

Ich bin sehr gespannt darauf. Ich kann mir vorstellen, dass E-Books vor allem auf Reisen praktisch sein könnten, weil Bücher viel Platz wegnehmen. Ich möchte später einmal viel reisen, und da könnte das eine gute Möglichkeit sein, meine Lieblingsbücher immer dabei zu haben.

Du machst 2011 Dein Abitur. Weißt Du schon, wie es danach weitergehen soll?

Nach dem Abitur möchte ich zunächst ins Ausland gehen. Ich habe ein Stipendium der Stiftung Ökumenisches Lernen der Landeskirche Braunschweig, das es mir ermöglicht, nach dem Abitur eine Zeit lang ehrenamtlich in einer Partnergemeinde im Ausland mitzuarbeiten. Mein Traumziel hierfür wäre Tansania. Mit dem Schreiben werde ich aber auf jeden Fall weitermachen. Ich könnte ohne das Schreiben gar nicht mehr leben.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview mit Carina Bargmann und Sayuri-Rezension auf lizzynet.de